Ideensammlung für eine E-Aufstiegshilfe: Akku und Ladetechnik

Elektrik-Trick: Ideensammlung für eine elektische "Aufstiegshilfe"

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Re: Ideensammlung für eine E-Aufstiegshilfe: Akku und Ladetechnik

Beitragvon aeroklaus » 12.01.2017, 13:48

Schöne Arbeit wie immer, Thomas!

ein paar Fragen dazu:

Marktübliche 7mm Goldkontaktstecker, die sind aus dem Modellbaubereich, oder?

Wie groß ist der verwendete Kabelquerschnitt?
Werden die wirklich "nur" gelötet?
CFK ist ja elektrisch leitfähig. Gibbes da keinerlei Probleme, wenn die CFK-Teile zusammenkommen?
Für die Verbindung Akku-Controller: lassen die sich notfalls auch in der Luft mit mäßigem Kraftaufwand trennen, falls man sich mal vom Akkupack trennen möchte?


Danke und Grüße,

Klaus
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Re: Ideensammlung für eine E-Aufstiegshilfe: Akku und Ladetechnik

Beitragvon custom-paramotors » 12.01.2017, 14:35

Servus Klaus,

zu deinen Fragen:

7mm Stecker werden im Modellbau eingesetzt genauso wie in Traktionsantrieben ( Fahrzeugen) oder Agrarkoptern usw.

Kabelquerschnitt ist im Posting angegeben = AWG8 2 mal

Die beste Lösung ist Löten. ( daher auch der Lötkelch an den Steckern ) Industrie crimpt weil es dort schnell und billig sein muss. Alle die Löten nicht können von der Situation her gesehen zB. weil Kabel über Kopf auf Montage verbunden werden müssen nehmen auch Quetschpressungen. Bei einer Customfirma zb. Motorrad. Auto , Boot etc. wird immer alles gelötet. Jeder Kabelbaum exakt auf genaue Länge. Wie im Profimodellbau auch.

Von CFK hat keiner gesprochen! Hier wird GFK GFK Type absolut nicht leitend wird sonst für elektrische aufbauten von baugruppen verwendet.

Trennen kann man den Akku im Flug bei mir nicht. Hätte aber auch null Sinn. Von der Kraft her wärs überhaupt kein Problem.

Grüsse
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Re: Ideensammlung für eine E-Aufstiegshilfe: Akku und Ladetechnik

Beitragvon aeroklaus » 12.01.2017, 14:50

danke und sorry, meine Gedankenverbindung: schwarz=CFK war natürlich falsch. Genau Lesen bildet eben ;)

Wg. Trennen im Flug:
ich denke auch über eine evt. Trennmöglichkeit nach, falls der Akku doch mal verrückt spielen sollte (auch LiFePO4 können mal "hochgehen").
Im Fall eines möglichem Einbauortes im Cockpit habe ich ziemlich Respekt vor einer heissen Chemiesuppe, die mir evt. in den Schoß laufen könnte und ich dann nichts dagegen tun könnte. :Klaus:

LG Klaus
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Re: Ideensammlung für eine E-Aufstiegshilfe: Akku und Ladetechnik

Beitragvon custom-paramotors » 12.01.2017, 16:16

Hallo Klaus,

na dann haben wir ja glück nicht deine Akkus zu haben.
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Re: Ideensammlung für eine E-Aufstiegshilfe: Akku und Ladetechnik

Beitragvon Liebernickel » 13.01.2017, 07:39

Hallo Thomas,
ich meine, in einem Deiner Beiträge gelesen zu haben, dass Du die Akkus nicht mittels Punktschweißverfahren verbindest, sondern eine andere Technik verwendest. Nachden ich mir den nächsten Akku selbst konfigurieren möchte, und da 280 Akkus miteinander verbinden muss, bin ich noch auf der Suche nach alternativen Verbindungsmethoden. Sei doch bitte so nett und gehe nochmal auf dieses Thema ein. Unter den Pedelecforen finde ich auch nichts außer Löten und Punktschweißen. Noch kurz ein Hinweis zu den Steckverbindern. Bei Jeti habe ich noch 8 mm Goldstecker mit Antiblitz
gefunden.

Gruß Michael
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Re: Ideensammlung für eine E-Aufstiegshilfe: Akku und Ladetechnik

Beitragvon custom-paramotors » 13.01.2017, 08:50

Servus Michael,

die Jeti Stecker kenn ich vom Modellhelifliegen. Sind auch ok. nur was mir persöhnlich an solchen Konstruktion nihct so gefällt ist das die Federspannkraft nachlässt. Man kann nachbiegen dann haltens wieder einige zeit. Beim 7 mm ist ein extra Spannring der sehr konstannt bleibt. hab da auf einem System jetzt über 300 flüge drauf und sind wie neu.

Bezüglich Verbindung: Ich hab eine proffesionelle Punkschweisanlage. Ich verwende aber nur mehr meine selber gefrästen kupferleitbahnen und löte. Man sollte aber unbedingt sehr gute Erfahrung beim Löten mit 150 Watt geräten haben. Der Zeitraum darf 1- 1,5 sec. nicht überschreiten.
Lötzinn ist ein sorte wo das Flussmittel kein H2O ziehen kann daher keine selbstenladung wegen evtl. flussmittelfeuchtigkeit. Bei mir scheidet das ohnehin aus da ich alles vergieße.

Alleine schon die Laschen zum Verbinden der Kabel usw. sind exakt geformt was beim hiluminband ja nicht möglich ist. Auch kann ich je nachdem mehr abgriffe machen besonders bei den ganz grossen Akkus mit 600 zellen zB.

SElbstverständlich ist punktschweissen völlig ok. Aber rein die enorme Zeitersparniss beim löten gegenüber schweissen gefällt mir natürlich total..

Grüsse

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Re: Ideensammlung für eine E-Aufstiegshilfe: Akku und Ladetechnik

Beitragvon Werner Eck » 13.01.2017, 16:38

Hallo liebe Moschi-Gemeinde,
Klaus hat mich gebeten in diesem Forum meine Meinung einzubringen. Das tue ich gerne, möchte aber darauf hinweisen, dass ich für Geiger Engineering (GE) alle Motoren und Luftschrauben entwickelt habe und entwickele sowie unsere Kunden für elektrische Flugantriebe berate egal ob es sich um einen Motorschirm- oder um ein UL-Flugzeugprojekt handelt. Ich selbst habe früher GS geflogen und bin dann altersbedingt auf Drachentrike natürlich mit E-Antrieb umgestiegen.

Es ist nun 10Jahre her als ich das Thema E-Aufstiegshilfe im alten Motorschirmforum unter dem Namen gngn aufgemacht habe. Über 2 Jahre haben wir das Thema von hinten und vorne durchdebattiert. Als Ergebnis kam nach vielen Umwegen, großem Engagement von Konstrukteuren und Herstellern sowie Investitionen von etlichen 100Td€ schließlich der Scott-E heraus, der von der Firma Electric Sports in unerer Lizenz gebaut und von Finsterwalder/Charly in den Markt gebracht werden sollte. Insgesamt wurden ca. 20 seriennahe Geräte gebaut und sowohl von alten Hasen als auch von Neulingen erprobt. Es fanden unendlich viele Tests statt unter aktiver Mithilfe und Unterstützung durch den DHV. Ja es wurde sogar eine offizielle Startart "E-Aufstiegshilfe" mit dem Segen des LBA begründet, für die man nicht einmal einen Motorschein machen musste. Auf Youtube gibt es etliche Videos zu dem Scott-E zu sehen. Links gibt es auch auf unserer Homepage http://www.geigerengineering.de/avionik
Das besondere war beim Scott-E, dass der Antrieb einen virtuellen bzw. keinen Käfig hatte und so die Thermikeigenschaften des Systems praktisch nicht von einem motorlosen zu unterscheiden waren. Allerdings brauchte man für den Start bei 0-Wind schon etwas Übung.
Das Produkt wurde letzlich u.a. deswegen nicht breit in den Markt gebracht, weil es zu dem vorgesehenen/notwendigen Verkaufspreis von deutlich über 10.000€ niemals die erforderliche Stückzahl für eine wirtschaftliche Fertigung erreichen würde.
Ich habe Finsterwalder/Charly die Lagerbestände des Scott-E abgekauft und möchte sie demnächst an Interessierte auch in Teilen veräußern.



Nun zum eigentlichen Thema E-Aufstiegshilfe:
Der ideale GS-Antrieb für Fußstarter ist zur Zeit ein Motor HPD12 in Verbindung mit einem nach vorne klappenden Propeller mit 1,3 bis 1,4m Durchmesser an einer längeren Welle in Verbindung mit LiIo-Hochstromzellen so wie er im Scott-E und vielen anderen GS-Rucksackmotoren verbaut wird. Inzwischen haben ganz kürzlich durchgeführte Messflüge gezeigt, dass für die von Klaus geforderte Spezifikation ein Akku mit 1,25kWh Energie ausreichend und sicher ist. Wir setzen dazu die Sony Zellen 18650 VC5 ein, die als 14S10P zusammengebaut werden. So ein Akku wiegt mit BMS und GFK Gehäuse etwas über 7kg. Der ganze Antriebsstrang wiegt dann inklusive diesem Akku, dem HPD12, dem PI300 Antriebscontroller, dem Faltpropeller und dem Gasgriff ca. 12,5kg. Die Verwendung von Hochstrom Lipo-Zellen ist nicht sinnvoll, da die Stahlbecher LiIo-Zellen für diese Anwendung inzwischen überlegen und auch sicherer sind. Eine Abwurfvorrichtung ist bei fachgerechter Konstruktion und Nutzung des Antriebssystem überflüssig.
Ein eigenes festes Gestell würde ich vermeiden um Gewicht und Luftwiderstand klein zu halten. Der Akku sollte in ein spezielles Gehäuse eingebaut werden, das so konstruiert ist, dass es auch die Funktionen für die Aufhängung und Schubeinleitung übernehmen kann.
Entscheidend für das Flugefühl ist die Aufhängung. Sie muss im Flug das Antriebsgewicht und den Propellerschub vom Piloten fern halten. Dass geht am besten mit relativ zum Antrieb beweglichen Schub- und Aufhängestangen, die im motorlosen Betrieb den Piloten nicht an seiner Gewichtsverlagerung behindern.
Das Ganze muss nun zu einem mehr oder weniger modifiziertem Gleitschirmgurtzeug passen, das keine Kompromisse an die Sicherheit (Rettung, Crasheinrichtung etc.) und den Komfort machen muss. Auch das aus dem Antrieb resultierende Drehmoment muss weitgehend vom Gurtzeug kompensiert werden können.
Ja was beschreibe ich da?
Einen Scott-E allerdings mit einem kleinem Käfig, der anstelle des virtuellen Käfigs die Leinen vor Propellerberührung schützt.

Jetzt höre ich erst einmal auf. Schaut Euch die Scott-E Videos an und sagt mir was Euch daran nicht gefällt bzw. besser gemacht werden könnte. Den kleinen Käfig könnt Ihr Euch sicher mal dazu denken. Skywalk hat so einen Minikäfig ja einmal am E-Walk propagiert.
Für die Selbstbauer: Euer Budget für eine E-Aufstiegshilfe sollte schon so bei 7000€ liegen. Darunter wird es wahrscheinlich gefährlich bilig

Gruß
Werner
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Re: Ideensammlung für eine E-Aufstiegshilfe: Akku und Ladetechnik

Beitragvon custom-paramotors » 13.01.2017, 17:21

Hervorragender ehrlicher Beitrag im besonderen was das finanzielle betrifft.
Danke dafür!

Das einzige was ich ergänzen möchte ist das um " das beste rauszuholen " auch der Flügel ein wesentlicher Bestandteil ist und man da wirklich Abfluggewichtsbezogen ein gute Wahl treffen sollte. Ein zB. am Berg an der obergrenze gefolgener Schirm kann mit dem zusätzlichen Antriebsgewicht evtl. nicht mehr alles rausholen wenns ums lange obenbleiben geht. Bei reinem Paramotor wird meist etwas mehr beladen was dort dann auch sehr gut passt.

Grüsse Thomas
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Re: Ideensammlung für eine E-Aufstiegshilfe: Akku und Ladetechnik

Beitragvon Liebernickel » 15.01.2017, 11:06

Hallo zusammen,
welche Akkus sind die mit dem besten Temperaturverhalten und den meisten Ladezyklen? Ich muß zugeben, dass ich hier nach meiner Suche im
Internet etwas verwirrt bin. E-Mountainbike-Gurus und "Dampf-Smoker" haben die meisten bekannten Akkus getestet. Ich habe jetzt mal nach
dem neuen Sony VTC 6 geschaut und der hat zwar eine Menge Kapazität, aber das Temperaturverhalten und die Ladezyklen sind wohl nicht das,
was man sich erhofft, wenn man dafür sehr viele Euronen hinlegen muß.

Gruß Michael
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Re: Ideensammlung für eine E-Aufstiegshilfe: Akku und Ladetechnik

Beitragvon custom-paramotors » 19.01.2017, 08:07

Servus Michael,

vielleicht eine Möglichkeit wie du sehr günstig an werte rannkommst ist:

besorge dir jeweils 1 Zelle vom akkutype den du testen willst. dann normalen computerlader vom modellbau verwenden und die zellen " quälen" das heist zb. mit 16 A entladen bis auf 2,7 V. laden dann wieder entladen mit 12 A usw. grundsätzlich schauen wie heis die werden. dann abkühlen auf 10 grad. selbe prozedure usw usw. einfach alles testen was real auch sein kann. habs auch schon mal eingefroren ist zwar nicht real wollte es aber trotzdem wissen..was dann so los ist

ich hab den lader im Büro stehen und solche tests gehen immer nebenbei. gibt viele Ladegeräte die die Zyklen alle speichern und grafisch ausgeben am pc wenn man das möchte.

die heutige lader können ladeströme bis 40 A und entladen oft auch bis 20 A.

nebenbei erfährst du die echte nutzbare Kapazität.... das ist besonders spannend :-)

Grüsse Thomas
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Re: Ideensammlung für eine E-Aufstiegshilfe: Akku und Ladetechnik

Beitragvon Liebernickel » 20.01.2017, 08:03

Hallo Thomas,
danke, für den Hinweis. Ich hab einen Junsi iCharger 308 Duo, der hiefür geeignet sein dürfte. Muss ich mir das Betriebshandbuch mal raussuchen.
Gruß Michael
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Re: Ideensammlung für eine E-Aufstiegshilfe: Akku und Ladetechnik

Beitragvon custom-paramotors » 20.01.2017, 08:17

Hi Michael,

perfekter gehts gar nicht! Mit diesem Ladegerät 308 Duo kannst alles machen. 30 A laden und 30 A entladen!

Falls Du noch kein starkes Netzteil hast hier bietet sich an zB. 2 Servernetzteile in Serie zu schalten. Diese haben dann 24 V und 47 A am Ausgang.

Ich lade mit dem 4010 Duo mit 4 Netzteile in Serie = 48 V / 47 A die das Ladegerät anspeisen dann mit jeweils 40 A zu je 7 S meine Flugakkus.

Grüsse
Liebernickel
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Re: Ideensammlung für eine E-Aufstiegshilfe: Akku und Ladetechnik

Beitragvon Liebernickel » 20.01.2017, 10:23

Hallo Thomas,
genau zwei solcher Netzteile habe ich! Habe ich schon alles in Richtung großer Flugakkus geplant!
Gruß Michael
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Re: Ideensammlung für eine E-Aufstiegshilfe: Akku und Ladetechnik

Beitragvon Liebernickel » 30.11.2017, 12:44

Scheinbar ist schon eine Alternative zum Li-Ionen-Akku auf dem Weg

Hallo zusammen,
habe ich gerade bei NTV entdeckt:

https://www.n-tv.de/technik/Samsung-hat ... 56787.html

Gruß Michael

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