Speditionstransport von Gleitschirmmotor

allgemeine Diskussionen über die Motorschirmfliegerei

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findnichtmehrheim
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Speditionstransport von Gleitschirmmotor

Beitragvon findnichtmehrheim » 20.01.2017, 22:25

Hallo Moschi-Flieger,
ich wollte mal hier im Forum nachfragen, ob schon jemand das gleiche "Problem" hatte.
Ich möchte meinen Gleitschirmmotor mit in den Urlaub nach Australien nehmen. Als Reise- oder "Sportgepäck" im Flugzeug geht das ja bekanntermaßen nicht (Verbrennungsmotoren sind generell Gefahrgut wegen der Benzinreste/dämpfe im leeren Tank; etc.). Man müsste den Motor also mit einer Spedition versenden. Ich habe auch schon bei einer Spedition den Frachtarif angefragt. Die wollten für eine Kiste; halber Kubikmeter; 50kg Luftfracht (!!) (Im Frachtflieger reicht es, wenn der Tank leer ist!!) 1200.- Euro von Tür zu Tür einweg inclusive Zoll- und Quarantäneabwicklung in Australien. Ich finde das ist ganz schön happig. Seefracht soll auch nicht nennenswert günstiger sein.
Hat jemand Erfahrungen mit Motorenversand oder kann jemand eine Spedition empfehlen?
Evtl. ist es auch doch besser einen Motor in Australien zu kaufen?
Viele Grüße aus Nürnberg
Ralf
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VolkerP
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Re: Speditionstransport von Gleitschirmmotor

Beitragvon VolkerP » 20.01.2017, 23:46

Hallo Ralf,
ich würde vorschlagen sich bei den großen Motorschirmherstellern, wie z.B. FreshBreeze, zu erkundigen wie die das machen. Immerhin versenden die Weltweit und dürften einige Erfahrungen damit haben. Ich denke, sich für den Zeitraum einen Motor zu kaufen oder sogar zu mieten könnte einfacher/billiger werden. Sie haben bestimmt auch die Kontakte zu entsprechenden Flugschulen vor Ort. Ich drück direkt die Daumen das du Erfolg damit haben wirst up
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Thommy
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Re: Speditionstransport von Gleitschirmmotor

Beitragvon Thommy » 21.01.2017, 09:38

Hi
Eine Möglichkeit die schon funktioniert hat nach z.B. Panama war:
1. Motor spülen … (Öl oder was ähnliches)
2. Vergaser reinigen
3. Alle Schläuche neu
4. Neuen Tank und wenn der Tank unten sitzt dann natürlich einen neuen Pumpbalg einbauen
5. mit der Airline abklären wegen „Sport Gepäck“ bzw. Übergepäck
Vor dem Rückflug alle Schläuche, Pumpbalg usw wegwerfen und Tank ebenso …
Die Wettbewerbsflieger machen das auch so ähnlich, einer hat mir mal gesagt wenn es nicht mehr nach Benzin riecht ist alles gut bzw. dann kann man argumentieren sonst bleibt der Motor am Boden!
Viel Erfolg und viele Grüße
Thommy
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toto
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Re: Speditionstransport von Gleitschirmmotor

Beitragvon toto » 21.01.2017, 13:12

Habe ich selbst zwar noch nie gemacht, aber gerade den Link gefunden.

http://paratours.de/Seiten/Einfuehrung-Tips.htm

Ansonsten war beim Transport von einem UL von Bremen nach Thailand die Spedition Pangea nicht schlecht und preislich o.k.

Ich glaube das waren so 900 Euro vor ein paar Jahren.

Viel Erfolg
findnichtmehrheim
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Re: Speditionstransport von Gleitschirmmotor

Beitragvon findnichtmehrheim » 25.01.2017, 20:27

Hallo Kollegen, ich wollte mich hiermit mal für alle Vorschläge bedanken. Ich habe mal bei FB (bin ich sowieso Kunde) deswegen nachgefragt. Die senden "leider" auch nicht Containerweise Motoren nach Australien, wo ich meinen mal so mit reinstellen könnte. Der "Markt" in Australien ist nicht so groß. 23 Millionen Einwohner. Wenn der Motorschirmfliegeranteil an der Gesamtbevölkerung ähnlich groß ist..... Ich habe beim Importeur wegen Miete mal angefragt. Antwort steht noch aus. Das Problem in Australien sind da auch die großen Entfernungen. Die Händler- bzw. Schuldichte ist dünn und dann ist man mal schnell drei (Urlaubs-) Tage unterwegs, um eine Ausrüstung abzuholen und nochmal drei für die Rückgabe. Mit einem entsprechend "vorbereiteten" Motor am Flughafen auf zu tauchen und auf den guten Willen eines Check-In-Mitarbeiters zu hoffen ist mir echt zu gefährlich. Ich möchte das Ding nicht irgendwo stehen lassen müssen. Das Speditionsangebot für 1200.- Euro war auch von Pangea. Wenn man bedenkt, das es von "Tür zu Tür" ist; vielleicht doch nicht so schlecht???
Viele Grüße
Ralf
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VolkerP
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Re: Speditionstransport von Gleitschirmmotor

Beitragvon VolkerP » 25.01.2017, 21:26

So ein großes Land und keiner drauf ;-)
Mir wäre das immer noch zu teuer. Lieber doch was kaufen und dann wieder verkaufen? Wenn man jemanden vor Ort kennt kann man den ja damit betreuen.
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Re: Speditionstransport von Gleitschirmmotor

Beitragvon Christian Reuter » 26.01.2017, 09:58

Hallo, wir bieten einen Tank an, der auch in FB Rahmen passt, hier ein Bericht dazu:
http://de.free.aero/contentsHTML/light_2016_d/?page=138

Gruß
Christian
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Re: Speditionstransport von Gleitschirmmotor

Beitragvon findnichtmehrheim » 12.06.2017, 12:48

Hallo Fliegerkollegen,
nach langem hin- und her überlegen habe ich nun doch meinen "alten" (Reserve) Motor nach Australien versandt. Die Angelegenheit war zwar nicht ganz unkompliziert, hat dann aber doch geklappt. Die Spedition verlangte als Empfänger in Australien eine "Firma" (keine Privatperson, wegen Zoll- und Quarantäneabwicklung). Das konnte ich dank guter Kontakte in Australien so organisieren. Ich war auch schon kurz davor mir in Australien einen gebrauchten Motor zu kaufen (Internet; Gumtree Australia), habe dann aber nachdem der Verkäufer den Motor schon einem schnelleren Interessenten versprochen hat und ich deswegen in Australien zum abholen 2000 km im Auto hätte fahren müssen, doch den Luftfracht-Transport bevorzugt. Da ich noch nie einen Interkontinental-Transport in Auftrag gegeben habe machte ich auch viele "Anfängerfehler". Doch die Speditionsmitarbeiter (Pangaea) waren sehr kooperativ. Als der ganze Formalienkram geregelt war ging es dann sogar verdammt schnell. Der Motor war tatsächlich von meiner Garage in drei Tagen bei meinem Bekannten in Australien in der Garage! Ich bin jetzt zwar 1100.- Euro ärmer, freue mich aber auf den 5-Wochen Australienurlaub.
Grüße Ralf
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VolkerP
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Re: Speditionstransport von Gleitschirmmotor

Beitragvon VolkerP » 13.06.2017, 17:31

Schön, das es geklappt hat up
Ich nehme mal an der Betrag bezieht sich nur auf den Hinweg?
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