Bau einer Luciole MC 30

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TDC
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Re: Bau einer Luciole MC 30

Beitragvon TDC » 19.05.2017, 12:06

Michael_HH hat geschrieben:Hier das Epoxydharzsystem, das ich für alle Verklebungen verwende:
http://www.hp-textiles.com/TDS/DE/Epoxi ... GTDS_K.pdf
Ich weiß nicht, Michael...wer betreut denn den Bau? Wird der dieses Harz zulassen?
Angegeben sind da 15 N/mm² Zugfestigkeit für das HPE5K, nun vergleich das mal mit L285: 70 N/mm².
Selbst wenn man das L285 nicht tempert hat es immer noch mindestens ~2/3 der angegebenen und damit die 2- bis 3-fache Zugfestigkeit wie HPE5K. Die anderen relevanten Materialkennwerte dürften in einem ähnlichen Verhältnis stehen.
Sind denn die Klebeflächen der Luciole derart groß das es nicht ins Gewicht fällt?
Vollkommenheit entsteht offensichtlich nicht dann, wenn man nichts mehr hinzuzufügen hat,
sondern wenn man nichts mehr wegnehmen kann.
(Antoine de Saint-Exupery)
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Michael_HH
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Re: Bau einer Luciole MC 30

Beitragvon Michael_HH » 19.05.2017, 12:27

Ich habe gerade mal nach der Zugfestigkeit von Speholz geschaut, diese lieg bei va. 10N/mm^2
Insofern wird eher das Holz nachgeben als die Verklebung. Da das Material bei Schäften auf eine
Breite >10x Dicke verklebt wird also bei weitem auf der sicheren Seite.

In jedem Fall sollten für alle Typen von Klebeübergängen Abziehmuster erstellt werden,
um die Festigkeit zu prüfen. Dies werde ich in jedem Fall machen.

Sehr viele Verklebungen sind Holz - Styrodur, hier sehe ich schon gar keine Festigkeitsprobleme.

Noch als Ergänzung, das L285 ist ein reines Laminierharz. Das bedeutet das sich andere Festigkeiten
ergeben, wenn dies zur Verklebung verwendet wird! Die 70-80N sind nicht die Haftkraft sondern
lediglich die Zugkraft des Harzes! Die Haftkraft von Laminierharzen ist in der Regel sehr gering.

Zum Vergleich, das im Bauplan angegebene Aerodux 185 hat eine maximal Zugfestigkeit von 1,1KG/mm^2

Gruß,
Michael
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Re: Bau einer Luciole MC 30

Beitragvon Baby » 19.05.2017, 15:24

Moin!

Zum Vergleich, das im Bauplan angegebene Aerodux 185 hat eine maximal Zugfestigkeit von 1,1KG/mm^2


Wobei Aerodux ein reiner Pressleim ist, der keine 'Klebefuge' verträgt. Man muss also die Leimflächen und Schäftungen sehr sauber vorbereiten. Im fertigen Bauteil darf dann nicht mehr zu sehen sein als ein ganz feiner, brauner Strich. Also bevor der Holm geschäftet wird, besser erst mal kräftig üben. :wink:
Harz ist da deutlich weniger anspruchsvoll was die Passungen angeht.

Grüße!
Robert
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Re: Bau einer Luciole MC 30

Beitragvon Liebernickel » 21.05.2017, 06:53

Hallo zusammen,
zum Verkleben von Laminat und Wabe hat mir ein schweizer Flugzeugbauer den Industriekleber 9323 von 3 M empfohlen. Ist allerdings sehr teuer!
Vielleicht ist der auch zum Verkleben von Schäftungen geeignet?
Gruß Michael
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TDC
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Re: Bau einer Luciole MC 30

Beitragvon TDC » 21.05.2017, 22:07

Sorry. Wegen zu viel Unsinn in diesem Thread kürze ich jetzt alles auf das Wesentliche:
Michael_HH hat geschrieben:[...]Noch als Ergänzung, das L285 ist ein reines Laminierharz.[...]
diese Aussage ist doch sehr irreführend. Ein unbedarfter Leser würde jetzt interpretieren das man damit nur Fasern tränken kann - und das ist schlicht falsch. Zusammen mit verschiedenen Zuschlagstoffen ist dieses (und auch das L386) ein sehr leistungsfähiges und sehr vielseitig einsetzbares Harzsystem mit dem man eben AUCH sehr gut kleben kann. Um nur die wichtgsten und üblichsten Zuschlagstoffe zu nennen: Baumwollflocken, Thixotropiermittel, Microballons. Jeweils für ganz unterschiedliche Zwecke einzusetzen.
Was glaubt ihr wohl wie man bei DG-Flugzeugbau die Flügelhalbschalen zusammensetzt? Bestimmt nicht mit 5-Minuten-Epoxi.
Zuletzt geändert von TDC am 23.05.2017, 08:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Bau einer Luciole MC 30

Beitragvon Michael_HH » 22.05.2017, 06:55

Nur mal als Ergänzung:
KG/mm^2 kannst du dir auch in N/mm°2 umrechnen wenn es dir lieber ist, damit passt die Einheit sehr wohl!
Jeder Hersteller gibt diese unterschiedlich an....
Danke für den Hinweis mit dem 285, was verwendet denn die SD1 bei der Kombination Alu/Holz.
Holz/Holz bzw. Holz Story sehr ich genau wie du als unproblematisch an, hier dringt das Hanz in jedem Fall gut
ins Holz ein, so dass es hier keine Haftung sondern eher eine Verkrallung im Material gibt.
Und wie gehst du mit dem Thema Tempern um?
Zuletzt geändert von Michael_HH am 22.05.2017, 11:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Bau einer Luciole MC 30

Beitragvon TDC » 22.05.2017, 10:10

Gelöscht. Unsinn erfordert keine Antworten.
Zuletzt geändert von TDC am 27.05.2017, 22:43, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Bau einer Luciole MC 30

Beitragvon Michael_HH » 22.05.2017, 11:58

TDC hat geschrieben:Erstmal, sorry Dietmar, das dieser Thread jetzt so zerfleischt wird. Du kannst Klaus bitten das er diese fehlgeleitete Diskussion in einen anderen Thread "umleitet". Ich hatte auch schon mal eine Kleberdiskussion die "raus" musste.
Michael_HH hat geschrieben:[...]
KG/mm^2 kannst du dir auch in N/mm°2 umrechnen wenn es dir lieber ist, damit passt die Einheit sehr wohl!
Jeder Hersteller gibt diese unterschiedlich an....[...]
Nein, kann man nicht umrechnen.
In die vermeintliche "Umrechnungsgleichung" müsste man dann erst mal noch die Erdbeschleunigung mit einführen und sowie eine Masse welche dieser ausgesetzt ist und an eine senkrecht aufgehängte Probe deines Harzes angehängt wird - und dann musst du korrekterweise auch noch angeben wo auf der Welt dieser Versuch ausgeführt wird, denn die Erdbeschleunigung unterliegt gewissen lokalen Variationen...Nein, kein ernstzunehmendes Labor würde nach einer Zugversuch-Werkstoffprüfung eine Angabe in Kg/mm² machen.
Jede Prüfmaschine die ich kenne gibt auch die Kräfte direkt in N oder kN aus, wer kommt auf die Idee das nicht einfach aufzuschreiben und ins Verhältnis mit dem Probenquerschnitt zu setzen?

Ich kenne auch keinen Harz-Hersteller der eine Angabe in Kg/mm² macht. Ein Harz was mit einer solchen Angabe verkauft wird ist für den Flugzeugbau auf jeden Fall ungeeignet, weil es mit ziemlicher Sicherheit NICHT in einem akkreditierten Versuchslabor auf seine Eigenschaften untersucht worden ist.

Kg/mm² bedeutet umgangssprachlich: Flächengewicht. Korrekter: Masse pro Fläche. Diese Angabe findet man also bei Plattenmaterial Halbzeug bei dem die Dicke mit angegeben wird.


Nur mal zur Info:
Zur Berechnung der Gewichtskraft wird meistens nicht die ortsabhängige Fallbeschleunigung, sondern die Normfallbeschleunigung nach DIN 1305 verwendet. Sie beträgt g = 9,80665 m/s²
Ich klinke mich hier jetzt aber aus, diese Diskussion ist wenig zielführend und müllt das Forum nur unnötig voll.
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Re: Bau einer Luciole MC 30

Beitragvon TDC » 22.05.2017, 12:15

Gelöscht. Unsinn erfordert keine Antworten. Obwohl ich es nicht gerne zugebe, Bauer und Bitch hat da nen Punkt.
Zuletzt geändert von TDC am 27.05.2017, 22:43, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Bau einer Luciole MC 30

Beitragvon Bauer and Bitch » 22.05.2017, 14:40

TDC hat geschrieben: ..., sonst könnte ja versehentlich noch jemand was lernen. :Klaus:

Wie nett!
Du selbst bist hyperempfindlich, wenn jemand mal in deinem tausendjahrigen Bautagebuch vom Thema abkommt, aber in diesem Thread belehrst du über ne ganze Seite Jemanden, der deiner Meinung nach nicht richtig formuliert.

Komm mal von deinem hohen Ross runter, du liegst auch nicht immer richtig, übrigens. :|

Gruß
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Re: Bau einer Luciole MC 30

Beitragvon Timpilot » 22.05.2017, 15:04

Ich würde sagen jetzt atmen Alle mal tief durch, erinnern sich daran, dass wir hier Hobby-Flugzeugbauer sind und es keinen Sinn macht über wissenschaftliche Definitionen in Streit zu geraten. Das ändert ja am Inhalt des Geschriebenen überhaupt nichts.
Alle Beiträge haben wertvolle Informationen geliefert und nun konzentrieren wir uns wieder auf das Bauen, Fliegen und Spaß haben von und mit Flugzeugen.
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Re: Bau einer Luciole MC 30

Beitragvon Michael_HH » 22.05.2017, 17:09

So sehe ich das auch...
Übrigens, die Einheit Kg/cm^2 kommt vom LBA :-) Aerodux 185 ist halt ein Klebstoff, den es schon
mehr als 50 Jahr gibt und aus dieser Zeit kommen auch die Angaben über die Zugfestigkeit....
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Re: Bau einer Luciole MC 30

Beitragvon TDC » 24.05.2017, 07:54

Michael_HH hat geschrieben:So sehe ich das auch...
Übrigens, die Einheit Kg/cm^2 kommt vom LBA :-) Aerodux 185 ist halt ein Klebstoff, den es schon
mehr als 50 Jahr gibt und aus dieser Zeit kommen auch die Angaben über die Zugfestigkeit....

OK, wenn du meinst.
Ich wollte eigentlich schon gar nix mehr dazu sagen, aber einen kurzen Denkanstoß muss ich doch noch einfügen.

In dem Datenblatt (http://www.bm-tec.de/lbf021400.pdf, ein Stück weit runterscrollen) von 1959 das du hier vermutlich meinst gibt es "Leistungsangaben":
Trockenfestigkeit τB = 110 kg/cm²
Wasserfestigkeit τBW = 55 kg/cm²
Festigkeit nach Wechsellagerung τBKL =70 kg/cm²

Die hast du als Zugfestigkeit interpretiert.
Nun ist aber die ingenieursmäßige Darstellung von Zugspannung nicht der griechische Buchstabe τ = [Tau], sondern das wäre σ [Sigma]

τ [Tau] wird generell nur für Schubspannungen (=Scherbelastung, tangential zur Fläche) verwendet.

Zugspannung und Schubspannung sind zwei sehr unterschiedliche Werte die nicht direkt verglichen werden können. Für eine Schäftung ist allerdings wirklich eine hohe Scherfestigkeit von Vorteil.

Es steht ja in dem Blatt nicht drin wie diese "Leistungsangaben" tatsächlich ermittelt wurden. Aus der Schreibweise entnehme ich aber eindeutig Schubspannung.
Kannst du jetzt also sicher sein das du die "Leistungsangaben" richtig interpretiert hast?
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Re: Bau einer Luciole MC 30

Beitragvon reifendietmar-2008 » 31.05.2017, 17:38

Hallo liebe Fangemeinde : Der Weihnachtsmann war da ,dank Tatkräftiger Unterstützung eines Forummitgliedes sind fast alle Alu - Frästeile bei mir angekommen.Brauche sie zwar noch nicht dringend : aber was man hat ....hat man ! Sollte sich jemand zum Bau einer Luciole entschließen, können Teile bei diesem Fliegerkameraden angefordert werden .Noch mal Danke an Stefan ! !
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Re: Bau einer Luciole MC 30

Beitragvon reifendietmar-2008 » 02.06.2017, 20:58

Hallo ,Fliegergemeinde : habe vor Pfingsten noch mal ein klein wenig ....Gas .. gegeben . Landeklappenverbindungswelle mit Flansch für Hebel.habe die Teile etwas breiter ausführen müssen damit man mit der Nietzange vernünftig ...rankommt ... . Im Original kommt man beim Nieten zu weit an die Kante ,sieht dann irgendwie Russisch aus . Frohe Pfingsten euch allen ....
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