Bau einer Luciole MC 30

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reifendietmar-2008
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Re: Bau einer Luciole MC 30

Beitragvon reifendietmar-2008 » 06.11.2017, 18:35

Hallo , hier nun die Bilder von der Rans Trimmung .
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Timpilot
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Re: Bau einer Luciole MC 30

Beitragvon Timpilot » 06.11.2017, 22:34

Das entspricht fast der Serienlösung! :-)

Aber wie ich schon sagte, diese einfachen Flugzeuge sind in der Regel nicht aufwendig auf Flattern untersucht. Man geht davon aus, dass die Steifigkeiten hoch genug sind und die Geschwindigkeiten niedrig genug. Da aber in einer Flugerprobung eigentlich immer auf Flattern getestet wird sollte man zumindest sensibilisiert sein, wenn man an einem bestehenden Design Änderungen macht.

Hinweis: Für ULs ist bei einer VD (Nachweishöchstgeschwindigkeit) unter 200km/h keine theoretische Flatteruntersuchung gefordert. Daher haben die Rans S6 und andere Flugzeuge der ersten Zeit VNE = ca. 180km/h, so konnten sie bei der Zulassung die Flatteruntersuchung mit Standschwingversuch und Rechnung sparen. Absurd ist das, weil die Rans S6 mit 80PS Rotax bei Vollgas mindestens bis an den roten Strich horizontal fliegen kann... das ist eigentlich auch nicht so gedacht von den Bauvorschriften...
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TDC
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Re: Bau einer Luciole MC 30

Beitragvon TDC » 07.11.2017, 00:27

Noch eine Ergänzung, nur der Vollständigkeit halber:
Die 200 km/h-Marke unterhalb der keine Flatteruntersuchung gefordert wird ist auch nur eine willkürlich festgelegte Grenze. Man hat sich wohl seinerzeit darauf geeinigt weil die üblichen Rohr-Tuch Konstruktionen nicht die aerodynamische Güte hatten und in aller Regel nie so schnell wurden.

Das Ganze hat sich aber mit aufkommen aerodynamisch hochwertiger Geräte etwas gewandelt.
Lustigerweise zeigen sich anscheinend gerade diese Maschinen anfälliger auf Flattern.

Mir ist von 3 Fällen berichtet worden wo Querruderflattern an nicht-ausgewogenen Steuerflächen aufgetreten ist.
Bei zweien konnten auch die wahrscheinlichen Auslöser genannt werden:

1. Schlechte Bauausführung mit zu dickem Profil (standen an der Rudernase etwas über das Flächenprofil heraus) und Endleiste zu großzügig mit Kohlerovings und Harz verstärkt und damit zu schwer. Fing schon bei 140 km/h an zu flattern. Hat neue, passendere und leichtere Querruder gebaut - Alles in Butter.

2. Ein GROSSES, nicht im Plan vorgesehenes Metall-Trimmtab an die Endleiste des Querruders. Dem hat es das Querruder und einen Teil des Flügels rausgerissen. Abstieg am Schirm.

Und dann gab es auch noch die Dallach Fascination bei der wohl nur der Verlust eines "Spades" am Querruder zum Flattern und Zerlegen geführt hat - mit tödlichem Ausgang.

Gut - das waren jetzt alles Fälle wo die Querruder betroffen waren. Aber wie Tim oben auch angeführt hat kann es jede aerodynamisch wirksame Fläche betreffen.
Die Luciole ist nun ein aerodynamisch hochwertiges und schnelles Flugzeug. Zieh deine eigenen Schlüsse und handele danach! :D
Vollkommenheit entsteht offensichtlich nicht dann, wenn man nichts mehr hinzuzufügen hat,
sondern wenn man nichts mehr wegnehmen kann.
(Antoine de Saint-Exupery)
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Re: Bau einer Luciole MC 30

Beitragvon Timpilot » 07.11.2017, 09:43

TDC hat geschrieben:...
Mir ist von 3 Fällen berichtet worden wo Querruderflattern an nicht-ausgewogenen Steuerflächen aufgetreten ist.
Bei zweien konnten auch die wahrscheinlichen Auslöser genannt werden:

1. Schlechte Bauausführung mit zu dickem Profil (standen an der Rudernase etwas über das Flächenprofil heraus) und Endleiste zu großzügig mit Kohlerovings und Harz verstärkt und damit zu schwer....

2. Ein GROSSES, nicht im Plan vorgesehenes Metall-Trimmtab an die Endleiste des Querruders. ...
...
Gut - das waren jetzt alles Fälle wo die Querruder betroffen waren. Aber wie Tim oben auch angeführt hat kann es jede aerodynamisch wirksame Fläche betreffen....


Wenn es sich um das Flugzeug handelt, dass ich auch ganz gut kenne, dann ist das Problem aber sogar ohne Abweichungen vom Bauplan aufgetreten, auch bei im Werk hergestellten Flugzeugen. Es wurden dann ja auch Änderungen vorgenommen, um das Problem zu beseitigen.

"Jede aerodynamische Fläche" ist korrekt, denn damit gilt es dann für das ganze Flugzeug und nicht nur bewegliche gelagerte Ruderflächen sondern auch elastisch bewegliche Struktur. So ich lass das jetzt wieder zum Luciole-Thread werden :-) Falls wir mehr über Flattern reden wollen muss das woanders geschehen.
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Re: Bau einer Luciole MC 30

Beitragvon reifendietmar-2008 » 09.11.2017, 22:15

Hallo , hab da gleich noch mal ne Frage zu dem .... Ge Flatter (n)... . Wie geht das denn mit dem Ausgleich beim Querruder wie im Bild im Anhang ? Mfg.
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Re: Bau einer Luciole MC 30

Beitragvon Timpilot » 09.11.2017, 23:20

Wenn vom Design her kein Ausgleich vorgesehen ist, dann wirst Du wohl auch keinen brauchen.
Trotzdem: Flugerprobung vorsichtig angehen!
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Re: Bau einer Luciole MC 30

Beitragvon reifendietmar-2008 » 10.11.2017, 07:26

Danke Tim , die L - Klappen sind unten gelagert u. die Q - Ruder in der Mitte . Ist so wie in Zeichnung .Hat mich nur stutzig gemacht das da ja kein Ausgleich möglich wäre u. sonst ja bei ...allen Ruder'n gefordert wird.Im Bild das sind ....leider nicht ....meine Flächen !
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Re: Bau einer Luciole MC 30

Beitragvon reifendietmar-2008 » 10.11.2017, 18:47

Hallo , es ist angerichtet : der ... Schweizer Käse ... ist bereit zum Verzehr ( Gebrauch ) ! Das Mordwerkzeug ( Riegipslochsäge ) steht daneben. Hab erst mal probehalber auf'm Abfallstück getestet ..... geht Super , volle Drehzahl ...rein reißen o. rupfen .Hat 30 Gramm gebracht .Mfg.
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